Luxemburg & Schloss Neuschwanstein

Wie manche schon mitbekommen haben, ist der Blog leider nicht mehr ganz so aktuell, aber das ändere ich hiermit 😉

Nach Canterburry haben wir in der Früh die Fähre mit ziemlichen Seegang erwischt sind aber gut durchgeschüttelt in Dover angekommen. Danach sind wir eigentlich den ganzen Tag bis nach Luxemburg durchgefahren wo wir am späten Nachmittag auf einem Campingplatz angekommen sind.

Am nächsten Morgen haben wir uns dann mit Elton auf den Weg ins Stadtzentrum gemacht wo leider überall schon Kurzparkzone war somit haben wir die Herausforderung angenommen und wollten Luxemburg in 3 Stunden (längere Parktickets gibt es nicht) erkunden.

Also sind wir gleich mal als erstes zur Touristeninfo gesprintet und haben die nette Dame gefragt was wir uns in 3 Stunden alles anschauen können und sollten, denn eigentlich haben wir so gut wie gar nichts von Luxemburg gewusst. Mit einem Stadtplan mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten haben wir dann gleich unsere Tour gestartet:

Grundsätzlich sollte man wissen, dass Luxemburg in einen oberen und unteren Stadteil getrennt ist. Zwischen dieser Trennung sind die Kasematten (hat nichts mit Käse zu tun sondern kommt vom griechischen chasma und bedeutet Spalte oder Erdkluft) entstanden. Es handelt sich hierbei um ein unterirdisches Verteidigungssystem welches auch von Österreichern erweitert wurde und am Ende eine Gesamtlänge von 23 km hatte und bis zu 40 m Tiefe erreicht hatte. Da sich Luxemburg aber für neutral erklärt hat musste die Festung und die Gänge zerstört werden, dies dauerte über 16 Jahre und heute sind nur noch kleine Teile erhalten und das auch nur weil manche Gänge direkt unter dem Stadtgebiet liegen und somit die Siedlungsstruktur beschädigt hätte werden müssen.

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Von der Chemin de la Corniche (wird auch als schönster Balkon Europas bezeichnet) hat man einen wunderbaren Blick auf die Kasematten und die Trennung von oben und unten:

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Danach sind wir noch ins untere Viertel und haben uns die Stadtbögen angesehen (welche die zwei Viertel miteinander verbinden) und das Wahrzeichen der Stadt die Gelle Fra:

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Natürlich dürfen aber auch ein paar Kirchen nicht fehlen 😉

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Danach sind wir im Laufschritt (auch weil es mal wieder zu regnen begann) zum Elton zurück und haben uns nur um ein paar Minuten verspätet – also der 3 Stunden Kurzbesuch hat funktioniert 😛
Dann ging es auch schon wieder mit einer längeren Autofahrt weiter und wir haben uns am Abend einen Übernachtungsplatz kurz vor dem Schloss Neuschwanstein gesucht.

Impression von der Fahrt:

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Am nächsten Morgen sind wir dann bei frostigen 11 Grad aufgestanden und sind gleich bis zum Parkplatz vom Schloss Neuschwanstein gefahren wo wir uns auch gleich in die Schlange für die Tickets eingeordnet haben. (Wahnsinn wie viel da los ist! Man sollte entweder gleich in der Früh dort sein oder seine Tickets schon ein paar Tage vorher online kaufen) Wir haben eine deutsche Führung um 10:00 Uhr bekommen und sind mit den Tickets dann nochmals zurück zu Elton und haben gemütlich im schon etwas wärmeren Elton gefrühstückt. Dann ging es auch schon los und wir haben uns auf den Weg zum Schloss gemacht welches man ca in 30 Minuten zu Fuß erreicht oder für die faulen gibt es auch Pferdekutschen oder Busse.

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Von etwas weiter weg

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Leider war die vordere Ansicht wegen Renovierungsarbeiten verhüllt

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Schloss Hohenschwangau welches gegenüber liegt und man auch hätte besichtigen können

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Schloss Neuschwanstein von der anderen (zu unserem Zeitpunkt die schönere) Seite

Tja leider durfte man auch bei dieser Führung keine Fotos von dem Innenleben machen. Der Bau wurde von dem bayrischen Köing Ludwig II durchgeführt welches nach seiner Vorstellung in eine Art Ritterburg aus der Zeit des Mittelalters erinnern sollte. Der König lebte jedoch nur wenige Monate im Schloss bevor er auf mysteriöse Weise verstorben ist und somit wurde leider auch nur 1/3 der Burg fertiggestellt. Im Inneren sind leider auch nur wenig Räume fertiggestellt aber diese sind aufgrund der Wandmalerein welche sich auf die Sagenwelten Richard Wagners beziehen sehr eindrucksvoll. Ebenso gibt es eine künstlich angelegte Grotte und auch die Zimmer der Dienerschaft waren nicht so übel 😉 Eigentlich sollte das Schloss dem König als bewohnbare Theaterkulisse und Privatwohnung dienen und er wollte dies auch nie öffentlich zugänglich machen, aber schon 6 Wochen nach seinem Tod wurde es geöffnet und ist auf jeden Fall einen Besuch wert!

Nach dieser Besichtigung ging es mal wieder an eine längere Autofahrt und wir sind spät am Abend in unserem alten Zuhause angekommen. Ja wir sind wieder im schönen Österreich (wo wir auch mit dem schönsten Wetter seit Monaten begrüßt wurden) und machen jetzt einmal 2 Wochen Heimaturlaub, denn Zuhause ist es ja doch irgendwie am schönsten. Wir werden jetzt einmal unseren ganzen Wäscheberg erledigen und auch Elton wird eine Grundreinigung bekommen. Wir genießen auf jeden Fall jetzt schon mal unsere rießige Wohnung mit großem Bett und unserer wunderbaren eigenen Dusche 😉

Wie die Reise dann weitergeht und welche Richtung wir einschlagen werden wird in den nächsten 2 Wochen noch diskutiert 😛

Eine Antwort auf „Luxemburg & Schloss Neuschwanstein“

  1. Lieber Hr. Kainz – es ist sehr interessant und amüsant, wie Ihre Reise beschrieben wird. Auch die Fotos finde ich toll. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Freundin weiterhin alles Gute. LG, Eva Sonderegger

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