Wilde Fahrt nach Griechenland

Nachdem wir in der Früh alle unsere Sachen und vor allem die frisch gewaschene Wäsche eingepackt haben sind wir noch zum Supermarkt (mal wieder zum Lidl 😉 unserem neuen Lieblingsgeschäft) und haben uns dann auf den langen Weg Richtung Griechenland gemacht.

Am Anfang ging es ja eigentlich noch ruckzuck bis wir zur ersten Grenze nach Montenegro gekommen sind. Hier merkt man dann schon wirklich das man im Süden angekommen ist weil die lieben Beamten kennen keinen Stress. Wir haben über 1 Stunde am Grenzposten zu Mittag in der prallen Sonne gewartet. Das macht wirklich Spaß – vor allem wenn man keine Klima hat (unsere funktioniert ja nur wenn wir am Strom angeschlossen sind). Montenegro ist eigentlich sehr touristisch und auch die Strandabschnitte welche wir vom Fahren aus gesehen haben waren sehr nett. Sie haben es nur leider noch immer nicht geschafft eine Brücke zu bauen (cirka 200 Meter) welche uns einen Umweg von ca. einer Stunde erspart hätte, aber wir haben ja Zeit und sind somit einmal um die Küste herumgefahren 🙂 Die Tunnel sind übrigens auch sehr witzig denn Beleuchtung wie bei uns gibt es keine 😛 aber wenn man sich an das finstere mal gewöhnt hat geht es eigentlich!

Danach sind wir auch schon zur nächsten Grenze nach Albanien gekommen. Hier war dasselbe Spiel mit ewigem Warten in der Hitze… Bei uns waren Sie übrigens alle sehr locker (andere Autos wurden komplett auseinander genommen) ich glaube unser österreichischer Reisepass hilft da doch recht viel.

Gleich nachdem wir die Grenze passiert haben wurden wir von einem Rollstuhlfahrer und seiner Familie gestoppt welche wild auf unsere Scheiben klopften damit sie Geld oder Essen bekommen – das war mal der erste Schock! Kurze Zeit später hätten wir auch schon fast ein paar Straßenhunde zusammengeführt aber mit einer recht starken Bremsung ist es sich noch ausgegangen..

Leider war die Landschaft und auch die Häuser in der Umgebung nicht besser – eigentlich sehr verarmt! Auch die Straßen waren dementsprechend leider in einem schlechten Zustand. Stefan hat im Vorhinein einen Campingplatz rausgesucht, den Ort kannte aber unser Navi nicht und auch die „Straßen“ dazu waren bei uns nicht vorhanden. Natürlich sind wir auch erst im Nachhinein draufgekommen das unser Super-Auslands-Tarif nicht für Albanien gilt da diese ja nicht bei der EU sind. Wie findet man also einen Campingplatz ohne Internet, Navi hat uns auch nicht weitergeholfen und Straßenschilder gibt es auch nicht wirklich. Nachdem wir schon viel im Kreis gefahren sind haben wir mehr oder weniger durch Zufall das erste Schild zum Campingplatz entdeckt. Wir sind dann über Schotterwege dem Ziel endlich näher gekommen. Unterwegs sind uns tatsächlich noch Leute mit Eseln (die Stroh gezogen haben) entgegengekommen und auch die Kinder haben uns wie Außerirdische angesehen. Kurz vorm endlichen Ziel ist uns dann auch noch eine Junge entgegengekommen welcher seine Kuh eingefangen hat, er hat uns etwas auf serbisch erzählt und Stefan hat dann nachgefragt ob wir eh die richtige Richtung zum Campingplatz eingeschlagen haben, nach seinem Yes hat er aber gleich frech nach Money für seine Auskunft gefragt. Wir sind dann lieber schnell weg bevor er uns die Kuh aufhetzen hätte können 🙂

Nach ewigem Fahren und Schwitzen im Elton haben wir dann endlich mit großem Glück den Campingplatz spät am Abend erreicht!

Wir wurden dafür mit einem wunderschönen Meerblick und Sonnenuntergang belohnt:

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Am nächsten Tag hat sich Stefan noch auf eine kleine Laufrunde am Strand begeben und auch ich habe eine Spaziergang am Strand gemacht.

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Nach einem kurzen Müslifrühstück haben wir uns dann jedoch gleich weiter auf den Weg Richtung Griechenland gemacht. Am Anfang lief ja auch noch alles gut aber wir haben dann irgendwie eine falsche Abzweigung erwischt und sind laut Navi auf der SH4 (eine große Straße durch Albanien die direkt zur Grenze führt) gefahren. Diese Straße war jedoch alles andere als ein Österreicher unter Straße verstehen würde.. Es ging steil bergauf und bergab, ab und zu fehlte einfach ein Teil der Straße oder es war nur noch ein Schotterweg. Wir waren schon etwas verzweifelt denn wie sollen wir nur bis nach Griechenland auf dieser Straße kommen wo 30 km/h das schnellste war und wir noch soviele Kilometer vor uns hatten. Uns kam es auch schon ein bisschen komisch vor, dass ansonsten keiner diese Straße benützte.. Gott sei Dank hat Stefan die Google Maps Karte bereits im Vorhinein heruntergeladen und wir sind dank dem GPS draufgekommen, dass uns das Navi auf die „alte“ SH4 gelotst hatte und die andere Straße ein paar Kilometer weiter daneben lief.. Wir hatten Glück und ein paar Hügel und abgebrochene Straßenecken weiter konnte wir auf die richtige Straße fahren und hier konnte man definitv schneller fahren und die Kilometer hinunter spulen.

Natürlich waren auch vor der Grenze bei der Ausreise aus Albanien wieder arme Familien die an unsere Fenster klopften, dass gibt einem schon sehr zu denken und wir können eigentlich sehr, sehr dankbar sein das wir so ein Glück hatten und in Österreich auf die Welt gekommen sind!

Nachdem uns auch die Griechen bei der Einreise haben warten lassen konnte uns aber nichts mehr stoppen 😉 mit guten Straßen konnten wir bis am Nachmittag direkt nach Igumenita fahren. Stefan wollte eigentlich nur nachfragen wann die nächste Fähre geht und schwupps 7 Minuten später waren wir schon auf der Fähre und Richtung Korfu unterwegs. Wir sind nun also nach zwei unendlich langen, heißen Fahrttagen mit viel Aktion in Korfu angekommen. Jetzt werden wir es mal defintiv gemütlicher angehen lassen und die Fahrt verdauen 😉

3 Antworten auf „Wilde Fahrt nach Griechenland“

  1. Super ihr habt das 20. Jahrhundert durchquert. In Griechenland wird es wieder besser. Aber es ist auch eine Erfahrung. Österreich
    Liebe Grüße und schöne Tage, wir haben zur Zeit auch wieder eine Hitzewelle bis 37Grad

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